Firmengründung in Leipzig

So gründen Sie Ihre Firma in Leipzig

Wenn man es genau nimmt, ist eine Firma eigentlich nur der Name (heute würde man vielleicht „Marke“ sagen), unter dem Sie geschäftlich auftreten. Egal wie klein oder groß Sie gründen: Zunächst stehen da eben nur ein paar Buchstaben auf Papier: Ihr Firmenname, die Anschrift, Namen der Inhaber bzw. der Geschäftsführung, bei Kapitalgesellschaften (z. B. der GmbH oder UG) gibt es darüber hinaus noch einen Gesellschaftsvertrag, den Sie nicht bei sich zu Hause, sondern nur beim Notar unterschreiben dürfen.

Tatsächlich beginnt eine Firma eigentlich erst durch Sie, die Gründerin bzw. den Gründer, zu leben. Sie erfüllen Ihr Unternehmen mit Ihrer Philosophie, entscheiden darüber, welche Waren oder Dienstleistungen Sie wie und wo anbieten möchten.

Und auch wenn die Firmengründung nur ein formaler Akt ist, der meist wenige Minuten in Anspruch nimmt, sind die Auswirkungen — vor allem bei Fehlentscheidungen zu Beginn — weitreichend und können Ihnen noch Jahre später Ärger bereiten.

Haupt- oder nebenberuflich gründen?

Zunächst steht da die Frage, ob Sie haupt- oder nebenberuflich gründen möchten. Gründen Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus, aus einem sicheren Angestelltenverhältnis oder waren Sie bereits zuvor in einer anderen Branche selbstständig? Für die Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus gibt es etwa das Angebot kostenfreier Gründercoachings über einen sog. Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS). Alternativ gibt es für interessierte Existenzgründer auch ein Förderprogramm der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Sprechen Sie uns hierauf gern an. 

Für Gründerinnen und Gründer in spe gibt es unterschiedliche Förderprogramme, die es Ihnen ermöglichen, ein kostenfreies Gründercoaching im Wert von mehreren tausend Euro in Anspruch zu nehmen. Gern unterstützen wir Sie im Rahmen einer solchen Förderung bei Ihrem Gründungsvorhaben!

Gewerbe oder Freiberuflichkeit?

Vor Anmeldung Ihrer Tätigkeit sollten Sie unbedingt prüfen, ob es sich um ein Gewerbe, ein Handwerk oder eine freiberufliche Tätigkeit handelt. Davon ist u. a. abhängig, ob Sie Gewerbesteuer zahlen und in einer Kammer (IHK oder HWK) Pflichtmitglied sein (und damit Beiträge entrichten) müssen.

Wenn Gewerbe, dann bitte in passender Rechtsform! Sonst kann es teuer werden…

Es gibt die unterschiedlichsten Rechtsformen, die wiederum in Ihrem individuellen Fall sinnvoll oder eher schädlich, weil aufwendig und kostenintensiv sein werden.
Am häufigsten wählen Gründerinnen und Gründer die Einzelunternehmung (einfach zu gründen und kostengünstig zu führen), die UG bzw. Unternehmergesellschaft als kleine Tochter der GmbH, oder eine GbR, wenn zu zweit gegründet wird. Zeitweise gab es einen Boom bei Auslandsrechtsformen wie der engl. Limited (Ltd.), die jedoch nach Einführung der dt. UG nur noch äußerst selten gewählt wird.

Gern beraten wir Sie beim Pro und Contra zu den einzelnen Rechtsformen, etwa in Hinsicht auf Finanzierungsmöglichkeiten,  Haftungsfragen oder Image. Lassen Sie sich dabei bitte nicht durch Laien-Blogs und Websites mit Phrasen wie „Bei einer GmbH haften Sie nicht“ in die Irre führen.

Geförderte Coachings für die Existenzsgründung aus der Arbeitslosigkeit

 

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich ein Gründercoaching über die Sächsische Aufbaubank (SAB) oder über einen sog. Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) zu 100% bezuschussen lassen, d. h. es entstehen Ihnen für die Beratung keine Kosten. 

Fragen Sie gern vorab bei uns an. Wir erläutern Ihnen das Prozedere.

Steuern zahlen oder nicht – die Sache mit der Kleinunternehmerregelung

Eigentlich klingt es zu schön, um wahr zu sein: Eine Firma gründen und keine Steuern zahlen müssen. Zumindest für die Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) gilt das mit Einschränkung. Sie können sich nämlich zu Beginn Ihrer Tätigkeit entscheiden, ob Sie zur sogenannten Kleinunternehmerregelung optieren (nach § 19 UStG) und damit keine Umsatzsteuer ausweisen müssen. Damit sparen Sie sich gleichzeitig die sonst fällige monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung. Gerade für Dienstleister, die möglicherweise im Nebenerwerb gründen, und die vor allem oder ausschließlich Privatkunden bedienen, ist das durchaus zu überdenken.

Beispiele:

Bei einer Rechnung über 1.000 Euro brutto verbleiben diese 1.000 Euro beim Kleinunternehmer zunächst in der Kasse. Sein Konkurrent muss 19 % Umsatzsteuer abführen, behält von den 1.000 Euro brutto also zunächst nur noch 840 Euro.

Aus einem Stundensatz von 49 Euro verbleiben nach Abzug der Umsatzsteuer noch ca. 41 Euro. Als Kleinunternehmer könnten Sie also theoretisch für 39 Euro und damit 10 Euro/Std. günstiger anbieten und so Ihre Wettbewerber ärgern.

Das Ganze kann sich jedoch als nachteiliger Bumerang erweisen, wenn Sie zu Beginn höhere Investitionen tätigen müssen (etwa in Einrichtung, Materialeinkauf etc.), da Sie die Vorsteuer aus Ihren Lieferantenrechnungen im Umkehrschluss auch nicht zurückerhalten.

Fazit:
Geringe eigene Investitionen
vor allem Privatkunden
Umsatz voraussichtlich < 22.000 Euro
= Kleinunternehmerregelung kalkulatorisch sinnvoll

Beachten Sie aber bitte: Gegen die Wahl der Kleinunternehmerregelung spricht eventuell das Image. Sie zeigen damit nach außen, dass Sie ein kleiner Laden sind. Falls Ihnen Ihr Image also wichtig ist oder Sie zügig wachsen möchten und damit die Umsatzgrenzen schnell erreichen oder überschreiten, empfiehlt sich die reguläre Anwendung und Ausweisung der Umsatzsteuer.

Buchhaltung, Steuerberater & Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

 

Unter anderem durch die Wahl Ihrer Rechtsform entscheiden Sie, welchen buchhalterischen Aufwand Sie werden betreiben müssen (etwa, ob eine sog. Einnahmenüberschuss-Rechnung, kurz EÜR, genügt, oder ob Sie bilanzieren müssen).

Auch entscheidet sich indirekt, ob Sie Ihre Buchhaltung in Eigenregie über Software erledigen können oder sich ein kompetentes Steuerbüro suchen sollten.

Gern diskutieren wir das Pro und Contra der einzelnen Fragen zur Rechtsformwahl und Buchhaltungsfragen in einem geförderten Gründercoaching mit Ihnen!

Ihr maßgeschneiderter Businessplan

 

Ein Businessplan, auch Geschäftsplan genannt, ist unbedingt nötig, wenn Sie auf eine externe Finanzierung (etwa durch Ihre Hausbank) angewiesen sind. Es gilt dabei nicht nur, Sie als Gründerin oder Gründer in ein professionelles Bild zu setzen, sondern auch Ihre Pläne anhand von Zahlen und Zielsetzungen überzeugend zu präsentieren.

Gern unterstützen wir Sie bei der Erstellung Ihres Geschäftsplans oder werfen einen prüfenden Blick darauf.

Ihre Firma ist zunächst buchstäblich ein unbeschriebenes Blatt. Machen Sie mit einem gekonnten Logo und Corporate Design auf sich aufmerksam!

Der Weg zur eigenen Firmenwebsite

 

Egal, ob Sie eine eigene kleine Firmenwebsite online stellen wollen oder Ihren Produkte über einen Webshop anbieten möchten: Machen Sie sich die Mühe, Ihren Firmenauftritt vorher detailliert zu durchdenken und zu planen. Eventuell benötigen Sie auch gar keine eigene Website, sondern können Ihre Kunden gut direkt über Suchmaschinen wie Google ansprechen. Hier haben Sie u. a. die Möglichkeit, Bilder von Ihrer Firma zu präsentieren, Ihre Kontaktdaten, Öffnungszeiten uvm. zu hinterlegen, so dass Interessenten direkt mit Ihnen in Kontakt treten können.

Für Ihre erste eigene Firmenwebsite haben wir Ihnen eine kleine Checkliste vorbereitet.

Die Sache mit dem Datenschutz

 

Haben Sie schon einmal etwas von der DSGVO gehört? Das Kürzel steht für die EU-Datenschutz-Grundverordnung und bereitet vielen Unternehmerinnen und Unternehmern spätestens seit Mitte 2018 große „Freude“.

Im Rahmen der Neuregelung sind Sie als Unternehmerin oder Unternehmer u. a. dazu verpflichtet, ein Verarbeitungsverzeichnis inklusive sogenannter TOM’s (technisch-organisatorische Maßnahmen) auszuformulieren, wobei wir Ihnen natürlich gerne behilflich sind!

Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

Zunächst einmal eine gute Nachricht. Anders als im Datenschutz-Bereich benötigen Sie nicht zwingend Allgemeine Geschäftsbedingungen, kurz AGB, für Ihr Unternehmen. Falls Sie keine vorhalten oder nicht korrekt einbeziehen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen, die aber häufig nicht zu Ihren Gunsten liegen. Vom kostenfreien AGB-Muster, das Sie selbst für sich anpassen können bis zu maßgeschneiderten AGB über einen unserer Partner-Anwälte erhalten Sie bei uns das Passende für Ihren Firmenstart!